Kannibalisierung öffentlicher Theater in Berlin verhindern

Mit Schrecken erfahren wir, dass die Stiftung Oper über den ihr angegliederten Bühnenservice den Mietvertrag der Theaterwerkstätten des Maxim-Gorki-Theaters gekündigt hat. Damit entzieht die Opernstiftung dem Maxim-Gorki-Theater die Arbeitsgrundlage. Die Produktionen für die neue Spielzeit werden jetzt schon erarbeitet. Neue Werkstattflächen zu finden, ist aussichtslos. Der Senat hat seiner Schutz- und Steuerungspflicht nachzukommen und darf nicht zulassen, dass ein Haus ein anderes Haus ruiniert.
 
Wir bekräftigen die Entscheidung von Klaus Wowereit von 2010, dass eine kostengünstige Werkstattnutzung des Maxim-Gorki-Theaters den Kriterien der Wirtschaftlichkeit und Effizienz entspricht. Wir fordern den Kultursenator auf, ein kulturpolitisches Desaster zu verhindern! Und wir bitten den Finanzsenator, den drohenden finanziellen Schaden vom Land zu wenden. Nicht zuletzt stehen wir an der Seite der Beschäftigten und der Mitarbeiter. 240 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel, deren Erhalt es den Beschäftigten ermöglicht ohne diese existenzielle Not weiter für Berlin als Kulturhauptstadt und als Stadt der Vielfalt zu arbeiten.

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