Gleichstellung ist kein „Frauenthema“

Heute ist Internationaler Frauentag.
Aber Gleichstellung ist nicht nur eine Aufgabe für Frauen – auch wir Männer müssen Verantwortung übernehmen.
Denn auch 2026 sind Frauen in unserer Gesellschaft nicht gleichberechtigt:
Fast jeden Tag wird in Deutschland eine Frau getötet, weil sie eine Frau ist.
Alle drei Minuten erlebt eine Frau oder ein Mädchen häusliche Gewalt.
Sexuelle Belästigung gehört für Frauen zum Alltag.
Der Gender Pay Gap liegt weiterhin bei 16 %. Frauen leisten deutlich mehr unbezahlte Care-Arbeit: Sie kümmern sich um Kinder, pflegen Angehörige und halten soziale Beziehungen zusammen. Die Folge: Sie sind häufiger finanziell abhängig von ihrem Partner und erhalten im Alter weniger Rente.
Auch in Machtpositionen in Politik, Wirtschaft und vielen Entscheidungsgremien sind Frauen weiterhin unterrepräsentiert. Von echter Parität in unseren Parlamenten sind wir noch weit entfernt. An verbindlichen Quoten führt daher kein Weg vorbei.
Hinzu kommt außerdem ein Gender Health Gap: Frauen werden in der Medizin noch immer benachteiligt. Ihre Symptome und Schmerzen werden häufiger nicht ernst genommen, sie sind in klinischen Studien unterrepräsentiert und erhalten dadurch oft schlechtere medizinische Behandlung.
Diesen Zustand können wir nicht akzeptieren.
Echte Gleichstellung erreichen wir aber nur, wenn auch wir Männer uns bewegen, nicht wegsehen, Ungerechtigkeiten nicht einfach hinnehmen, sondern uns aktiv für mehr Gleichberechtigung einsetzen. Das ist noch ein weiter Weg. Er erfordert, dass wir unsere erlernten patriarchal geprägten Muster hinterfragen und aufbrechen.
Gemeinsam können wir aber echte Gleichstellung erreichen!




